Ein Tag wo du
aus den Fenstern siehst und sich die
Bäume im Winde schon bewegen.....
Nervös? Keine Konzentration mehr bei
der Arbeit? Oder bist du gerade
dabei deinen nächsten Urlaub zum
windsurfen zu planen?
Nur die wenigsten Leute stehen jeden
Tag auf dem Brett und nutzen daher
die freie Zeit möglichst intensiv um
vom Wind zu profitieren. Schnell
wird dabei vergessen, dass man mit
einer guten Vor- und Nachbereitung
den Sport mehr geniessen und
Verleztungen vermeiden könnte. Zudem
sind gewünschte Ziele schneller
erreichbar und Frustration kann den
Tag nicht mehr verderben. Welchen
Einfluss hat der Sport auf den
Körper hat und was sollte man
berücksichtigen?
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Windsurfen ist eine Kombination von
Koordination, Kraft und Ausdauer. Vielfach
wird der mentale Aspekt, der zur
einwandfreien Anwendung mit geübter Technik
führt, als Nebensache gesehen und man stürzt
sich mit roher Gewalt in die Naturkräfte.
Wird der Körper ungenügend auf den
Anteil Kraft vorbereitet, reagiert er auf
die überforderung mit Muskelverspannung,
Muskelkater oder Verletzungen. Kraft kann
man zu einem gewissen Grad zum Beispiel mit
Gewichtstraining antrainieren, darf aber
dabei nicht vergessen, dass das Training
sportspezifisch sein sollte. Diese
zusätzliche Muskelarbeit führt je nach
Trainingsart und Beanspruchung zu einem
Muskelzuwachs und kann Verkürzungen der
Muskelfasern hervorbringen. (Sicher bist du
auch schon mit gewissen Schmerzen im Rücken,
Becken oder Einschränkung der Nackenfreiheit
konfrontiert worden). Meistens hat man beim
windsurfen über mehrere Stunden Spass und
merkt nicht, dass man dabei den Körper im
Ausdauerbereich fordert. Spielen alle drei
Komponenten zusammen, hat man ein
umfangreiches Training auf dem Wasser mit
viel Spass absolviert. Damit es zu weniger
Enttäuschungen kommen kann, will ich hier
ein paar wichtige Punkte hervorheben:
- Bevor du Windsurfen gehst,
bereite dich vor (Naturgegebenheiten,
Material, Nahrung, körperliche
Verfassung etc.).
- Nutze deinen Körper als
Instrument und behandle ihn so,
dass er diese Leistung zu deiner
Freude erbringen kann.
- Es ist wichtig, dass du
fachkundige Hilfe und
Unterstüzung bei gezieltem
Training hast und auch der
passiv/aktive Teil wie z.B.
Stretching, Massagen oder
Physiotherapeutische
Behandlungen berücksichtigst.
- Motivation ist der beste
Lehrer; setze dir Ziele (egal ob
es nun ein neues Manöver ist
oder einen Vorsatz den Tag auf
dem Wasser mit Freude zu
geniessen)
- Sehe deine Fortschritte und
akzeptiere Fehler.

Was soll dies
Konkret bedeuten? Hier sollen die
folgenden Tipps helfen (unter
Vorbehalt, dass jeder individuell
ist und es daher keine generellen
Richtlinien was richtig oder falsch
ist gibt):
- Ruhe
dich genügend vor einer
Windsurfing Session aus.
Speziell der Sonneneinfluss
macht müde; sorge also nach
darauf folgenden Windsurftagen
für genügend Schlaf.
-
Versuche in kleineren Mengen
Nahrung zu dir zu nehmen und
auch während des Surfens Pausen
einzulegen, um Snacks zu essen.
Damit vermeidest du den
bekannten Hungerast. Bestehen
bereits alte Verletzungen (z.B.
Rücken), ist es besonders
wichtig auf die
Zwischenmahlzeiten zu achten da
sonst die
Wiederverletzungsgefahr erhöht
ist.
-
Versuche Fast-Food und
Nahrungsmittel, die besonders
viel raffinierte Zucker oder
gesättigte Fettsäuren enthalten,
einzuschränken. Auf diese Liste
gehören Süssigkeiten mit Zucker,
gesüsste Getränke, Gebäck oder
Teigwaren aus Weissmehl oder
tierische Fette (gewisse
Fleischarten, Butter, Milch,
fritierte Esswaren).
- Achte
darauf, dass du vor/während des
Windsurfens kohlenhydratreiche
Nahrung zu dir nimmst und nach
dem Windsurfen auch genügend
Proteine auf dem Speisezettel
hast. Im Allgemeinen werden eher
zuviel Kohlenhydrate konsumiert
und die Proteine vernachlässigt.
Man hat dann schnell das
Verlangen nach Süssigkeiten wie
Schokolade, Brot ect. und isst
Mengen von solchen
Kohlenhydraten, was sich
ungünstig auf das Gewicht
auswirken kann. Eine gezielte
Einnahme von einer
Proteinmahlzeit vermag den
Körper schnell zu befriedigen
und das Verlangen nach z.B.
Süssigkeiten zu stoppen.
Proteine sind nicht
ausschliesslich tierische
Produkte wie Fleisch oder Fisch.
Hülsenfrüchte, Nüsse und
Meeralgen übersteigen sogar den
Prozentanteil von Proteinen
gegenüber dem Fleisch.
- Trinke
genügend Wasser!!! Oft kann
Müdigkeit durch ungenügenden
Wasserverbrauch entstehen und zu
Konzentration/Kraftmangel sowie
Muskelkrämpfen führen.
-
Vermeide Alkohol,
Aufputschmittel, Drogen,
Tabakwaren oder zuviel
Kaffeinkonsum. Den „künstlich“
entstandenden Adrenalinschub,
verleitet zu falschen
Einschätzungen der persönlichen
Leistung und kann zu
Verletzungen führen. Solche „Hilsfmittel“
werden nie den positiven
Langzeiteffekt erbringen und
schaden der Gesundheit.
- Ein
kurzes Aufwärmen des Körpers vor
dem Windsurfen, vermindert die
Verletzungsgefahr, fördert die
Durchblutung und steigert die
Koordinationsfähigkeit. Die
Aufwärmphase kann auch direkt
auf dem Wasser eingeleitet
werden, denke aber daran die
ersten 10 Minuten wirklich dafür
zu nutzen. Das heisst surfe
gewohnte Manöver, gewöhne dich
an das Material, schwimme zum
Beispiel mit dem Material ein
paar Meter, fahre mit und ohne
Trapez ein paar Schläge etc.
- Neue
Manöver erforden oft mehr
Konzentration und Kraft; breche
die Session auf dem Wasser
lieber rechtzeitig mit Spass ab
anstatt ans Limit zu gehen. Dies
im speziellen wenn noch mehrere
Tage Windsurfen angesagt sind...
-
Stretchen nach dem windsurfen
ist sehr wichtig! Viele
unterschätzen die Banspruchung
der Muskeln, Sehnen, Bänder
Gelenke und Knochen. Sich
wiederholende Kontraktionen der
Muskeln wie es beim Windsurfen
der Fall ist, hat längerfristig
eine Verkürzungen der
Muskelfasern zur Folge und kann
sich durch Schmerzen oder
Bewegungseinschränkung bemerkbar
machen. Gestretcht sollte nach
dem Windsurfen im warmen Zustand
mit Geduld und Konzentration.
Eine Dehnung muss richtig
ausgeführt werden damit sie
effizient ist und im Idealfall
30 Sekunden oder mehr gehalten
werden.
Ich hoffe
euch ein paar Anhaltspunkte und
Ideen gegeben zu haben und wünsche
euch in diesem Sinne viel Spass und
hang loose!
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